Die Startampel springt wieder auf Grün – Ruder-EM in Poznań

Alyssa und Olaf vom Ruder-Club Tegel sind mit dabei

Quelle: Deutscher Ruderverband/ Detlev Seyb und Maren Derlien

Zum ersten und einzigen Mal im Jahr 2020 springt die Startampel für die deutsche A-Nationalmannschaft endlich wieder auf Grün. Vom 09. bis 11. Oktober 2020 findet in Poznań (Polen) die Ruder-Europameisterschaft statt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es für die Athletinnen und Athleten die einzige internationale Regatta in dieser Saison.

Die Mannschaften stecken mitten in den Vorbereitungen, das Training wurde in den letzten Wochen angezogen und intensiviert. Außer dem täglichen Training auf dem Wasser und im Kraftraum kommt gezieltes Regenerationstraining mithilfe von Yoga und mentales Training zum Einsatz.

„Ich fühle mich gut auf die EM vorbereitet“, bestätigt Alyssa Meyer vom Ruder-Club Tegel mit großer Vorfreude. Sie wird bei der EM im Frauenachter an den Start gehen und ist gespannt, wo sie und ihr Team im direkten, internationalen Vergleich stehen werden. „Unser Trainer hat das Projekt ‚Achter‘ deutlich fokussiert. Wir haben uns sowohl technisch als auch physisch stark verbessert, sodass wir mit einem guten Gefühl in die Rennen gehen werden.“

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Mannschaft um Alyssa viel Zeit, sich optimal vorzubereiten. Ab Montag trainiert das Team Frauenachter für eine Woche in Ratzeburg, um in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf die EM zu gehen. Dennoch ist die bevorstehende EM in Poznań nicht das eigentliche Ziel. „Die EM ist ein Zwischenschritt von dem, was wir erreichen wollen: die Qualifikation für Olympia 2021“, erklärt Alyssa. „Wir freuen uns sehr darauf, in Poznań starten zu können und sind gespannt, was dabei herauskommt.“

Letztlich wird das Ergebnis auf der Anzeigetafel im Ziel zeigen, inwieweit das Training während der Coronazeit genutzt werden konnte und woran der Frauenachter über den kommenden Winter weiterhin hart arbeiten muss. Doch die Mannschaft ist positiv eingestellt: „Wir sind ein super zusammengeschweißtes Team und das macht sehr viel Freude.“

Während Alyssa schon mit einiger Erfahrung als Teammitglied des Frauenachters an den Start geht, freut sich Olaf Roggensack, ebenfalls vom Ruder-Club Tegel, auf sein erstes, lang ersehntes Rennen im DRV-Flaggschiff. Es ist DER Traum eines jeden jungen Wettkampfruderers: einmal im deutschen Männerachter zu sitzen. Olaf trainierte die letzten Jahre erfolgreich auf den Moment seiner Nominierung hin und kann nun endlich seinen wohlverdienten Platz im Achter einnehmen.

Obwohl Olaf im Sommer aufgrund von einer Verletzung an der Schulter operiert werden musste, gab er seinen Traum nicht auf und kämpfte sich wieder zurück ins Team. „Durch die gute ärztliche und physiotherapeutische Betreuung verlief mein Einstieg zurück ins Training wirklich reibungslos. Die Schulter schränkt mich überhaupt nicht mehr ein“, berichtet Olaf.

Quelle: Deutscher Ruderverband/ Detlev Seyb

Das Team um Olaf herum hat in den letzten Wochen jeden Tag im Training das Maximum aus sich herausgeholt, um optimal auf die bevorstehende Regatta vorbereitet zu sein. „Auf diesen Tag freuen wir uns jetzt schon das ganze Jahr und ich fühle mich gut vorbereitet.“

Die Zeit vor der EM verbrachte der Männerachter in seinem Ruderrevier in Dortmund. Die Bedingungen vor Ort sind optimal, das Wetter stimmte und so konnte die Zeit gut genutzt werden. Ein gesondertes Trainingslager war nicht mehr notwendig. Auf diese Weise konnten die deutschen Ruderathleten auch weitere gesundheitliche Risiken rund um die Corona-Pandemie bestmöglich vermeiden.

„Ich bin einfach nur froh, endlich wieder Rennen fahren zu können und freue mich darauf, zusammen mit den Jungs richtig Gas zu geben“, so Olaf.

Der Ruder-Club Tegel wünscht der deutschen Nationalmannschaft – natürlich insbesondere seinen Sportlern Alyssa Meyer und Olaf Roggensack – viel Erfolg für die EM in Poznań!