Fünf statt Fünfzehnhundert

Der Crosslauf des RCT, unser Schmalzstullenlauf, ist jedes Jahr Anfang November ein Höhepunkt für uns und unsere lauffreudigen Gäste aus Nah und Fern.

Und auch in diesem Jahr wieder hatte unsere Cheforganisatorin mit ihrem Team dafür geplant, verhandelt, vorbereitet…um dann auch hier von den traurigen Realitäten dieses Unglücksjahres eingeholt zu werden. Kurzfristig musste auch der Crosslauf aufgrund verschärfter Pandemieregularien abgesagt werden. Welch ein Frust!

Doch der Mastersmaster a.D. (und der Herzen) wusste Balsam. Konspirativ und doch hygienekonform trafen sich zur vorgesehenen Stunde im Tegeler Forste einige Wenige aus zweieinhalb Haushalten. Sie rannten „Die Runde“, in gebotenem Abstand zu sich und der Welt, gemeinsam ab.

fünf Läufer im Wald
Die fünf Sieger Quelle: Wolfgang Reich

Natürlich wurden hier vermisst die gepflegt gefegte Piste, die wegweisenden Kreidelinien, Pfeile und Schilder. Und an den Kreuzungen standen nur im geistigen Auge der Aktiven die gewohnten treuen Streckenposten.

Gleichwohl war es ein Erlebnis, und am Ziele dann gerann die Improvisation zu ihrem Höhepunkt in Form der kleinen Siegerehrung, begleitet von Schmalzstullen, Kuchen und Heißgetränken auf dem Kofferraum heraus.

Unser Bild zeigt die jeweiligen Sieger der fünf ausgetragenen Kategorien am Buffet, alle glücklich und wohlgemut, das Ganze dann im nächsten Jahr wieder in großem Besteck zu laufen.

Und die Moral vom „Crosslauf-light“: Unterschätze nie das Waldfegen; auch die Chefin verläuft sich mal im Walde; und vor allem: Laufen statt Haare raufen!

Wolfgang Reich