Auch in diesem Jahr konnten wir neun Sportler*innen zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften entsenden.
In diesem Jahr wurden die Wettbewerbe von extremer Hitze bestimmt, was mehrere Anpassungen der Wettkampfrichtlinien zur Folge hatte, um die Gesundheit aller Aktiven zu schützen. So wurden zunächst die Bahnverteilungsrennen und damit das Kennenlernen der Strecke vor den Hauptläufen gestrichen. Außerdem entfielen die Hoffnungsläufe, so dass der Einzug in die Halbfinals deutlich erschwert wurde. Später musste dann auch das Ausfahren der B-Finale gestrichen und die Platzierungen über die Zeiten der Halbfinale ermittelt werden.
Viel Erfahrung und ein Platz im A-Finale für die B-Junioren
Aus unserer U17-Trainingsgruppe konnten wir einen vereinsinternen Leichtgewichts-Doppelvierer mit Constantin, Leo, Max, Justus und Steuerfrau Antonia ins Rennen schicken. Außerdem fuhren Jan und Cornelius jeweils in Renngemeinschaft im schweren Doppelzweier. Alle Jungs sind in ihrem ersten B-Junioren-Jahr und hatten sich auf den letzten großen Regatten und im Training so engagiert und motiviert gezeigt, dass ihnen die Teilnahme an der Meisterschaft vor allem als Erfahrungswert ermöglicht werden sollte.
Die Vorläufe starteten für die beiden Zweier am Donnerstag – zum Glück sehr früh vor der ganz großen Hitze. Beide mussten in einem starken 24-Boote-Feld entweder unter die beiden Erstplatzierten ihrer Vorläufe kommen oder eine der vier schnellsten Zeiten der verbliebenen Boote gefahren sein. So waren die angepassten Regelungen ohne Hoffnungsläufe. Jan und Partner Kilian vom PRCG starteten zuerst. Sie gingen beherzt in ihr Rennen und lagen bei 1000 Metern auch noch auf dem dritten Rang. Doch zum Ende hin mussten sie das Feld vor sich lassen. Trotz guter Zeit und einem guten Lauf reichte es aufgrund der angepassten Regelungen für die beiden leider nicht fürs Weiterkommen. Direkt im Anschluss fiel der Startschuss auch für Cornelius und Partner Niklas aus Friedrichshagen. Lagen sie nach den ersten 500 Metern noch auf Rang Drei, zündeten sie für den Endspurt noch einmal richtig und gingen als zweites Boot über die Ziellinie: damit sicherten sie sich direkt einen der 12 Halbfinalplätze.



Am Freitag konnte dann auch der LG-Vierer zeigen, was sie aus den letzten Trainings- und Regattawochen mitgenommen haben. Leider mussten sie bis zur Mittagshitze warten, um an den Start zu gehen. In einem 14-Boote-Feld hatten auch hier 12 Mannschaften die Chance aufs Halbfinale. Antonia trieb ihre Jungs ordentlich durch die tropischen Temperaturen und feuerte sie zu einem fulminanten Schlusssprint an – mit Erfolg: keine 3 Zehntel trennten sie am Ende von einem Ausscheidungsrang. Halbfinale also auch für sie!
Der Samstag startete mit dem Halbfinale von Cornelius und Niklas. In direkter Konkurrenz zu zwei weiteren Berliner Booten (BRC und PRCG/Arkona) ging es auf die Strecke. Die ersten beiden Plätze waren schnell deutlich, aber für den dritten A-Finalplatz gab es einen ordentlichen Kampf. Hin und her ging der Bugball, so dass der Kommentator am Ende das Zielfoto und die offizielle Wertung abwarten musste. Tatsächlich konnten sich die beiden im Ziel knapp gegen das Boot von Arkona/PRCG durchsetzen und sicherten sich damit als einziges reines 2011er-Boot die Teilnahme am A-Finale! Hier fuhren sie am Sonntag bei ordentlich Seitenwind dennoch eine sehr gute Zeit und konnten ihre erste Juniorenmeisterschaft mit einem starken 6. Platz beenden!
Der LG-Vierer durfte erst nach 14 Uhr auf die Strecke – mitten in der großen Hitze. Wieder kämpften alle Fünf tapfer gegen Wasser, Sonne und Gegner – doch dieses Mal reichte es nicht fürs Weiterkommen. Auf ihren Halbfinalplatz (und damit auch der eigentlichen Teilnahme am B-Finale) können sie dennoch richtig stolz sein!
Zwei Mal Gold, zwei Mal Silber für die U23-Damen
Zwischen den beiden Läufen ging es bei den U23-Wettkämpfen ordentlich zur Sache. Bei den Frauen gab es aufgrund weniger Meldungen und der fehlenden Bahnverteilungsläufe nur jeweils ein Rennen – das musste also sitzen! Hannah startete zuerst mit ihrer Partnerin Anna (DRC Hannover) im Doppelzweier. Während sie die erste Streckenhälfte noch in einem voranfahrenden Dreierfeld bewältigten, konnten sie sich im letzten Drittel gemeinsam mit dem führenden Boot absetzen und sicherten sich souverän die Silbermedaille. Lanea, die in dieser Saison ins Riemen gewechselt ist, begann den Tag mit ihrem Rennen im gesteuerten Vierer. Von vornherein dominierte die Mannschaft das Rennen mit fast zwei Bootslängen Vorsprung auf der ersten Streckenhälfte und belohnt sich für diesen großartigen Start-Ziel-Sieg mit sechs Sekunden Vorsprung mit dem Meistertitel.


Doch beide mussten am Mittag noch einmal ins Boot steigen. Hannah lieferte sich im Doppelvierer ein packendes Duell mit der Renngemeinschaft ihrer ehemaligen Partnerin Ewa – auf den letzten Metern schoben sie sich immer weiter voran, der vordere Bugball wechselte hin und her. Ein „Herzschlagfinale“! Im Ziel trennten sie dann aber leider trotz des beherzten Endspurts fünf Zehntel von der Goldmedaille – dennoch eine großartige Leistung, die mit dem Vizemeister-Titel belohnt wurde. Lanea im gesteuerten Achter konnte den Erfolg des Vierer-Rennens wiederholen und sicherte sich erneut in einem klaren Start-Ziel-Sieg und über einer Bootslänge Abstand ihre zweite Goldmedaille.


Wir gratulieren allen Aktiven von Herzen zu ihren Medaillen, Erfolgen und Erfahrungen und danken dem Trainer- und Betreuungsteam für ihre Unterstützung und tolle Arbeit!



